Mietausfallversicherung – Keine Angst vor Mietausfall
Vermieter stehen oft vor finanziellen Herausforderungen, wenn Mieter ihre Zahlungen nicht leisten. Eine Mietausfallversicherung bietet hier wertvolle Absicherung. Sie schützt Vermieter vor den finanziellen Folgen ausbleibender Mietzahlungen und deckt häufig auch Kosten für Sachschäden oder Renovierungen ab.
Diese Versicherung ist besonders relevant für private Vermieter, die auf regelmäßige Mieteinnahmen angewiesen sind. Sie springt ein, wenn Mieter nach einer Kündigung nicht ausziehen oder die Miete über einen längeren Zeitraum nicht zahlen. Zusätzlich können erweiterte Leistungen wie die Übernahme von Rechtskosten oder die Absicherung bei Leerstand eingeschlossen sein.
Beim Abschluss einer Mietausfallversicherung sollten Vermieter auf den Leistungsumfang und mögliche Ausschlüsse achten. Es lohnt sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen, um den passenden Schutz zu finden. Eine gute Police kann die finanzielle Sicherheit von Vermietern deutlich erhöhen und Stress reduzieren.

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Grundlagen der Mietausfallversicherung
Die Mietausfallversicherung bietet Vermietern finanziellen Schutz bei ausbleibenden Mietzahlungen. Sie deckt verschiedene Risiken ab und unterliegt bestimmten rechtlichen Rahmenbedingungen.
Definition und Zweck
Eine Mietausfallversicherung ist eine spezielle Versicherungsform für Vermieter. Sie schützt vor finanziellen Verlusten durch nicht gezahlte Mieten und Nebenkosten. Der Hauptzweck besteht darin, die Einnahmen des Vermieters zu sichern.
Die Versicherung greift in verschiedenen Situationen:
- Bei Zahlungsunfähigkeit des Mieters
- Bei Mietminderungen
- Bei längerfristigem Leerstand der Immobilie
Typischerweise übernimmt die Versicherung die ausgefallene Miete für einen Zeitraum von 3 bis 12 Monaten. In einigen Fällen kann dieser Zeitraum sogar bis zu 24 Monate betragen.
Zusätzlich zum reinen Mietausfall decken viele Policen auch Kosten für:
- Sachschäden in der Wohnung
- Aufräum- und Reinigungsarbeiten
- Einlagerung von Möbeln
- Renovierung und Sanierung
Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Mietausfallversicherung unterliegt dem allgemeinen Versicherungsvertragsrecht. Vermieter können sie freiwillig abschließen, eine gesetzliche Pflicht besteht nicht.
Wichtige rechtliche Aspekte:
- Der Versicherungsvertrag muss schriftlich geschlossen werden.
- Es gilt eine Wartezeit von meist drei Monaten nach Vertragsabschluss.
- Die Versicherungssumme orientiert sich an der Jahresmiete.
Bei Mietausfällen greift zunächst die Mietkaution. Die gesetzliche Regelung sieht eine maximale Kautionshöhe von drei Monatskaltmieten vor. Erst danach kommt die Mietausfallversicherung zum Tragen.
Verfügt der Mieter über eine Haftpflichtversicherung mit Einschluss von Mietschäden, wird diese bei der Schadensregulierung vorrangig herangezogen.
Deckungsumfang einer Mietausfallversicherung
Eine Mietausfallversicherung bietet Vermietern finanziellen Schutz bei ausbleibenden Mietzahlungen. Der Deckungsumfang umfasst verschiedene Risiken und Leistungen, die je nach Versicherungsanbieter variieren können.
Versicherte Risiken
Die Mietausfallversicherung deckt in der Regel folgende Risiken ab:
- Ausbleibende Mietzahlungen durch zahlungsunfähige Mieter
- Mietausfall während eines Räumungsverfahrens
- Kosten für Rechtsstreitigkeiten mit säumigen Mietern
Einige Versicherungen übernehmen auch Schäden, die durch Mieter an der Immobilie verursacht wurden. Die Dauer der Leistungen beträgt meist zwischen 6 und 12 Monaten.
Ausschlüsse und Einschränkungen
Trotz des umfangreichen Schutzes gibt es einige Ausschlüsse:
- Vorsätzlich herbeigeführte Mietausfälle
- Mietausfälle aufgrund von Naturkatastrophen oder höherer Gewalt
- Leerstand der Immobilie ohne Mietvertrag
Zudem gelten oft Wartezeiten von 3 bis 6 Monaten nach Vertragsabschluss. Einige Versicherer setzen eine Mindestmietdauer voraus oder beschränken die Leistungen auf bestimmte Mietobjekte.
Zusatzleistungen
Viele Anbieter bieten ergänzende Leistungen an:
- Übernahme von Räumungskosten
- Unterstützung bei der Bonitätsprüfung potenzieller Mieter
- Rechtsbeistand bei Mietstreitigkeiten
Einige Versicherungen zahlen auch Mietausfälle, die durch notwendige Renovierungsarbeiten entstehen. Manche Tarife beinhalten sogar eine Garantiemietzahlung für eine bestimmte Zeit, falls kein neuer Mieter gefunden wird.
Antragsprozess und Vertragsabschluss
Der Abschluss einer Mietausfallversicherung erfordert einige wichtige Schritte. Vermieter sollten den Prozess sorgfältig durchlaufen, um einen passenden Versicherungsschutz zu erhalten.
Antragsstellung
Die Antragsstellung beginnt mit der Auswahl eines geeigneten Versicherungsanbieters. Vermieter können Angebote verschiedener Versicherer vergleichen, um die beste Option zu finden.
Wichtige Faktoren sind:
- Deckungsumfang
- Versicherungssumme
- Laufzeit
- Prämie
Der Antrag kann oft online oder persönlich mit einem Versicherungsberater ausgefüllt werden. Erforderliche Unterlagen umfassen in der Regel:
- Personalausweis
- Mietvertrag
- Angaben zur Immobilie
Risikoprüfung
Nach Eingang des Antrags führt der Versicherer eine Risikoprüfung durch. Dabei werden verschiedene Faktoren bewertet:
- Lage und Zustand der Immobilie
- Miethistorie
- Bonität des aktuellen Mieters
Die Prüfung kann einige Tage in Anspruch nehmen. Der Versicherer kann zusätzliche Informationen anfordern oder eine Besichtigung der Immobilie verlangen.
Vertragsinhalte
Nach erfolgreicher Risikoprüfung erhält der Vermieter den Versicherungsvertrag. Dieser enthält wichtige Informationen:
- Versicherungssumme und Deckungsumfang
- Laufzeit und Kündigungsfristen
- Prämienhöhe und Zahlungsweise
- Ausschlüsse und Selbstbeteiligung
Es ist ratsam, den Vertrag gründlich zu prüfen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Klauseln zu Leistungsausschlüssen und Obliegenheiten gewidmet werden. Bei Unklarheiten empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Versicherer oder einem unabhängigen Berater.
Mietausfallversicherung Prämienberechnung
Die Prämienberechnung für eine Mietausfallversicherung basiert auf verschiedenen Faktoren und kann je nach Anbieter variieren. Vermieter sollten die Bewertungsgrundlagen und Preisfaktoren genau prüfen, um die für sie passende Versicherung zu finden.
Bewertungsgrundlagen
Versicherungsunternehmen nutzen bestimmte Kriterien zur Berechnung der Prämien für Mietausfallversicherungen. Die Jahresbruttomiete spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie dient als Basis für die Berechnung des potenziellen Schadens im Falle eines Mietausfalls.
Die Lage der Immobilie fließt ebenfalls in die Bewertung ein. Objekte in Gegenden mit hoher Nachfrage und stabilem Mietmarkt können günstigere Konditionen erhalten.
Auch die Art der Immobilie beeinflusst die Prämie. Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien werden unterschiedlich bewertet.
Preisfaktoren
Mehrere Faktoren beeinflussen den Preis einer Mietausfallversicherung:
- Versicherungssumme: Je höher die abgesicherte Miete, desto höher die Prämie.
- Versicherungsdauer: Längere Absicherungszeiträume führen zu höheren Kosten.
- Selbstbeteiligung: Eine höhere Selbstbeteiligung kann die Prämie senken.
- Zahlungsweise: Jährliche Zahlungen sind oft günstiger als monatliche Raten.
- Zusatzleistungen: Erweiterter Schutz, z.B. für Vandalismus, erhöht die Prämie.
Die Prämien können stark variieren. Einfache Versicherungen mit Grunddeckung kosten oft zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr. Umfangreichere Policen können deutlich teurer sein.
Schadensfall und Leistungsabwicklung
Bei der Mietausfallversicherung ist ein strukturierter Prozess für die Abwicklung von Schadensfällen entscheidend. Eine schnelle und korrekte Meldung, eine gründliche Prüfung und eine zügige Auszahlung sind die Kernelemente dieses Verfahrens.
Schadensmeldung
Im Falle eines Mietausfalls sollte der Vermieter umgehend die Versicherung kontaktieren. Die meisten Versicherer bieten hierfür verschiedene Kommunikationskanäle an:
- Telefonische Hotline
- Online-Schadenmeldung über ein Kundenportal
- E-Mail oder Postweg
Für eine reibungslose Bearbeitung sind folgende Informationen erforderlich:
- Policennummer
- Detaillierte Beschreibung des Schadensfalls
- Mietvertrag und Zahlungsnachweise
- Korrespondenz mit dem Mieter
Eine vollständige Dokumentation beschleunigt den Bearbeitungsprozess erheblich.
Schadensregulierung
Nach Eingang der Schadensmeldung beginnt die Versicherung mit der Prüfung des Falls. Dieser Prozess umfasst mehrere Schritte:
- Überprüfung der Versicherungsdeckung
- Bewertung der eingereichten Unterlagen
- Eventuell Rückfragen oder Anforderung zusätzlicher Dokumente
- Feststellung der Schadenshöhe
In komplexeren Fällen kann die Versicherung einen Gutachter hinzuziehen. Dieser bewertet vor Ort den Zustand der Immobilie und mögliche Schäden.
Die Dauer der Schadensregulierung variiert je nach Komplexität des Falls und Vollständigkeit der Unterlagen. Transparente Kommunikation zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer ist in dieser Phase besonders wichtig.
Auszahlung der Leistung
Nach Abschluss der Schadensregulierung erfolgt die Auszahlung der Versicherungsleistung. Die Höhe richtet sich nach den vereinbarten Vertragsbedingungen:
- Übernahme der Kaltmiete und Nebenkosten
- Festgelegte Zeitspanne (meist 3 bis 12 Monate)
- Maximal vereinbarter Betrag pro Schadensfall
Die Auszahlung erfolgt in der Regel per Banküberweisung. Einige Versicherungen bieten auch Teilzahlungen an, besonders bei längeren Mietausfällen.
Es ist ratsam, die erhaltenen Leistungen sorgfältig zu dokumentieren. Dies erleichtert die steuerliche Behandlung und hilft bei eventuellen späteren Rückfragen der Versicherung.
Kündigung und Vertragsänderungen
Bei einer Mietausfallversicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Vertragsbeendigung und -anpassung. Die Konditionen und Fristen variieren je nach Versicherer und Vertragsgestaltung.
Kündigungsmöglichkeiten
Die ordentliche Kündigung einer Mietausfallversicherung ist in der Regel zum Ende der Vertragslaufzeit möglich. Die erste Vertragslaufzeit kann bis zu drei Jahre betragen. Danach verlängert sich der Vertrag meist automatisch um ein Jahr.
Die Kündigungsfrist beträgt häufig drei Monate zum Laufzeitende. Es ist wichtig, diese Frist einzuhalten, um eine fristgerechte Kündigung sicherzustellen.
In bestimmten Fällen besteht auch die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Dies kann beispielsweise bei Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen seitens des Versicherers der Fall sein.
Anpassung des Versicherungsschutzes
Versicherungsnehmer haben die Möglichkeit, ihren Versicherungsschutz an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Dies kann durch Erweiterung oder Reduzierung des Leistungsumfangs erfolgen.
Typische Anpassungsmöglichkeiten sind:
- Erhöhung oder Senkung der Versicherungssumme
- Hinzufügen oder Entfernen von Zusatzleistungen
- Änderung der Selbstbeteiligung
Es ist ratsam, den Versicherungsschutz regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. So stellen Vermieter sicher, dass ihr Schutz stets optimal auf ihre aktuelle Situation abgestimmt ist.
Vergleich und Auswahl von Anbietern
Bei der Wahl einer Mietausfallversicherung spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle. Ein sorgfältiger Vergleich der Anbieter und ihrer Leistungen ist unerlässlich.
Vergleichskriterien
Preis und Leistungsumfang sind zentrale Vergleichskriterien. Die Höhe der Prämie variiert je nach Anbieter und gewähltem Schutzumfang. Es ist ratsam, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen.
Die Deckungssumme sollte dem Mietwert entsprechen. Einige Versicherungen bieten zusätzlichen Schutz, wie Rechtsschutz oder Übernahme von Renovierungskosten.
Die Wartezeit bis zur ersten Leistung ist ebenfalls zu beachten. Kürzere Wartezeiten sind vorteilhaft für Vermieter.
Kundenservice und Schadenregulierung sind weitere wichtige Aspekte. Erfahrungsberichte anderer Kunden können hier hilfreich sein.
Marktübersicht
Der Markt für Mietausfallversicherungen ist vielfältig. Große Versicherungskonzerne und spezialisierte Anbieter konkurrieren um Kunden.
Einige bekannte Anbieter sind:
- Allianz
- AXA
- ARAG
- Ergo
- Generali
- Zurich
Online-Vergleichsportale erleichtern die Recherche. Sie bieten einen schnellen Überblick über verschiedene Tarife und Konditionen.
Lokale Versicherungsmakler können individuelle Beratung bieten. Sie kennen oft regionale Besonderheiten und können maßgeschneiderte Lösungen empfehlen.
Es ist wichtig, die Vertragsbedingungen genau zu prüfen. Ausschlüsse und Einschränkungen sollten klar verständlich sein.
Zusammenfassung und mein Fazit zur Mietausfallversicherung
Die Mietausfallversicherung bietet Vermietern einen wertvollen Schutz gegen finanzielle Verluste durch ausbleibende Mietzahlungen. Sie übernimmt offene Mietforderungen, nachdem die Kaution aufgebraucht wurde.
Einige Versicherungen decken zusätzlich Kosten für Renovierungen bei Beschädigungen oder Verwahrlosung der Wohnung durch den Mieter ab. Dies erweitert den Schutz für Vermieter erheblich.
Der Hauptvorteil liegt in der finanziellen Sicherheit. Vermieter können ihre laufenden Kosten weiterhin decken, selbst wenn Mieter zahlungsunfähig werden.
Die Entscheidung für eine Mietausfallversicherung hängt von individuellen Faktoren ab:
- Finanzielle Situation des Vermieters
- Anzahl und Art der vermieteten Objekte
- Bisherige Erfahrungen mit Mietausfällen
- Risikobereitschaft
Vermieter sollten die Konditionen verschiedener Anbieter sorgfältig vergleichen. Wichtige Aspekte sind:
- Höhe der Versicherungssumme
- Dauer der Leistungen
- Zusätzlich abgedeckte Risiken
- Selbstbeteiligung
- Kündigungsfristen
Eine Mietausfallversicherung kann ein sinnvolles Instrument zur Risikominimierung sein. Sie bietet Schutz vor unerwarteten finanziellen Einbußen und sorgt für mehr Planungssicherheit bei der Vermietung von Immobilien.

Über den Autor: Thomas Reiter – Ihr Immobilienversicherungsexperte
Thomas Reiter ist ein erfahrener Versicherungsfachmann und Experte im Bereich Immobilienversicherungen. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung in der Versicherungsbranche hat er sich auf den Schutz von Immobilien spezialisiert, insbesondere auf Wohngebäude- und Hausratversicherungen sowie die Absicherung von Vermietern und Mietern. Sein fundiertes Wissen erstreckt sich nicht nur auf die Versicherungsprodukte, sondern auch auf die juristischen Feinheiten, die Immobilienbesitzer und Vermieter beachten müssen.